Wo Sterne tiefer fallen,
als die Sonne je vermag,
da hält, mit scharfen Krallen,
die Nacht den neuen Tag.

Wo Worte nicht mehr sprechen,
und nur ein Blick sich hält,
hör ich noch Dein Versprechen,
das längst schon nicht mehr zählt.

Was wir dereinst beschworen,
steht leer nun, ohne Sinn,
den ich mit Dir verloren
als jener Tag verging.

Ruinen, voller Geister
doch leer und ohne Glück.
Das Licht erahnter Hoffnung
so fern wie nie entrückt.

Nur Brücken, die nicht tragen,
kein Feuer mehr, das brennt.
Gefangen in der Frage
die keine Antwort kennt.
 
für Kathrin